Eidesstattliche Versicherung
In
Kenntnis der Strafbarkeit einer falschen eidesstattlichen
Versicherung erkläre ich, Hermine Schneider, geb.18.08.56,
wohnhaft Auf der Hüls 17, 52080 Aachen, folgendes an Eides
statt:
Willi
Kappes wurde in der Rheinischen Landesklinik Viersen-Süchteln zu
schwerer körperlicher Arbeit gezwungen. Er war auf der Station
30/10, das ist eine geschlossene Abteilung. Willi konnte
nur rausgehen, wenn er gearbeitet hat. Ihm war weder bewusst, ob
solche schweren körperlichen Arbeiten überhaupt erlaubt seien
oder nicht, noch konnte Willi die Folgeschäden absehen. Ihm wurde
immer gesagt, dass er für seine Anstaltsunterbringung arbeiten
müsse. Willi hat sogar seinen Urlaubsanspruch verfallen
lassen und statt dessen gearbeitet, nur um aus der Anstalt bzw.
seinem Zimmer rauszukommen. Willi hatte immer einen großen
Freiheitsdrang und ertrug es nicht, eingesperrt zu leben. Dies
teilte mir auch mit gleichem Wortlaut der Anstaltsleiter Dr.
Pöppe bei einem Telefonat vor 3 Tagen mit.Nur einmal, kurz vor
seiner Entlassung nahm Willi seinen Urlaub , u.a um mich besuchen
zu können , bzw. bei mir die „Probezeit“ zu verbringen , welche
Klinikleitung und Betreuer Jansen vorschrieben !Wenn Willi sonst
mal nach draußen durfte, dann nur kurzzeitig um für den Pfleger
die Bildzeitung zu holen oder um sich am Kiosk
Zigaretten oder Kaffee zu
kaufen. Willi erhielt kein Urlaubsgeld und die 80 DM pro Monat,
d.h. 20 DM pro Woche, die er erhielt, kann man nicht als „Lohn“
bezeichnen sondern waren lediglich ein Taschengeld. Diese
Arbeiten hätten regulär von einer Baufirma ausgeführt werden
müssen.( Beweis :angefertigte Fotographien des Tatortes) Dass es
in der Klinik Viersen-Süchteln „üblich“ war, diese Bauarbeiten
statt dessen von Anstaltspatienten (hier: Willi Kappes) für ein
Taschengeld zwangsweise ausführen zu lassen, macht dies noch
nicht rechtens
Die
schweren Schmerzen wurden mit hohen Dosen von Psychopharmaka (Haldol
,Akineton, Psysquil etc) „unterdrückt“ und nicht näher
untersucht. Dr. Brinkmann und Dr. Kühn bezeichneten Willi als
„Simulanten“ und schickten ihn weiter zum Arbeiten. Willi hat
sich während seines Klinikaufenthalts durch die extreme Arbeit
zwei doppelte Leistenbrüche zugezogen. Dies geht aus dem
Entlassungsbericht der Chirurgie des Allgemeines Krankenhaus
Viersen GMBH/Betriebsstätte St. Cornelius Krankenhaus vom
18.12.2002 hervor, siehe Anlage 1.
Bei den
Schwerarbeiten in der Klinik
Viersen-Süchteln kam es auch zu einem Unfall: Willi Kappes
stürzte beim Abladen der schweren Betonplatten vom LKW und zog
sich eine schwere Verletzung am rechten Knie zu. Der Aachener
Orthopäde Graf Stenbock-Fermor diagnostizierte eine vierfache
Patellafraktur (Bruch der Kniescheibe), siehe Anlage 2. Die
Kniescheibe wurde im Gordes Stift in Süchteln mehrfach ohne
Erfolg operiert und entzündete sich stark, was für Willi
zusätzliche Schmerzen verursachte und zeitweise sich nur mittels
Krücken fortbewegen konnte und sogar auf Hilfe bei der
Verrichtung der Notdurft angewiesen war!
Seit
seiner Entlassung aus der Klinik am 01.07.2003 lebt Willi Kappes
bei mir auf dem Landwirtschaftlichen Hof und erholt sich von dem
ihm zugefügten Leid und der schweren Traumatisierung durch die
jahrzehntelange Anstaltshaft.
Die durch
die Schwerstarbeit während der Klinikunterbringung in
Viersen-Süchteln entstandenen körperlichen Schäden und
degenerativen Abnutzungserscheinungen
(Siehe
Röntgenbilder, Atteste) machten Willi Kappes seit 01.01.2005
schließlich zum Pflegefall, heute ist er auf den Rollstuhl
angewiesen.(Pflegestufe 1)
Betreffend
Herrn Jürgen Jansen, den ehemaligen Betreuer (2000
-
2005) von Willi Kappes erkläre ich hiermit folgendes:
Ich war
selbst Zeuge, dass Herr Jansen Willi unter Druck setzte, Zitat
zum Willi: „Schneid dir bitte die Haare sonst gibt’s Ärger.“
Er
bezeichnete mich als „transsexuell“ bei Gericht, ohne sich zu
entschuldigen.
Außerdem
er mich wegen Missbrauchs willkürlich anzeigte und Willi immer
erklärte, er wär’s nicht gewesen! Weder Entschuldigt, noch meine
Kosten erstattet hat Herr Jansen, obwohl das Verfahren sang und
klanglos eingestampft wurde (Aktz.501 Js 619 /04)
Als Willi
am 01.01.2005 zum Pflegefall wurde, versuchte Herr Jansen zu
verhindern, dass ich die Pflege für Willi übernehme. Erst nach
2-monatiger Auseinandersetzung mittels Rechtsanwalt gegen Herrn
Jansen wurde ich als Pflegeperson für Willi eingesetzt.(Beweis :
Eines von diversen Schreiben meines Rechtsbeistandes an Herrn
Jansen!):
Herr
Jansen „vergaß“, die Erwerbsminderungsrente für Willi Kappes zu
beantragen, so dass Verjährung eintrat. Als ich die Rente für
Willi beantragte, war es genau 1 Monat zu spät, weshalb Willi zum
Sozialfall wurde. Das war ca. Anfang Mai 05.
Dies ist
ein gravierendes Versäumnis eines „professionellen“ amtlich
bestellten Betreuers, denn es wäre seine Aufgabe gewesen,
rechtzeitig einen Rentenantrag zu stellen. HerrJansen
hätte spätestens die Erwerbsunfähigkeitsrente beantragen müssen
,als er von der Krankenkasse und mir erfuhr, sowie durch meinen
Anwalt, dass Willi nun Pflegefall ist!(Statt zu versuchen, die
Pflege von mir an willi zu verhindern)
Es besteht
der Verdacht der uneidlichen Falschaussage des Herrn Jansen vor
der Staatsanwaltschaft Mönchengladbach. Herr Jansen hat
behauptet, dass Willi die Schwerstarbeiten in der Klinik
Viersen-Süchteln gerne gemacht hätte.
Dies
verneine ich und Willi vehement!
Herr
Jansen verlangte von Willi Kappes noch nach der Entlassung, dass
dieser das Psychopharmakon Dipiperon nehmen müsse, dies sagte er
in meiner Wohnung in Willis Zimmer in meiner Gegenwart. Zudem
hatte Herr Jansen von der Klinikleitung Kenntnis davon, dass
Willi noch kurz vor der Entlassung etliche Psychopharmaka bekam,
mit der Folge von Spätdyskinesien!, auch ein Verbrechen der
Klinik, Patienten total zu sedieren. Herr Jansen hat zudem seine
Aufsichtspflicht verletzt!
( Siehe
TV-Beitrag vom 16.10.05 WDR 3 „ Hermines Mission!)
Willi
Kappes war von Anfang an nur intelligenzgemindert und nicht
psychisch gestört oder geisteskrank, und daher von Anfang an zu
Unrecht in der Psychiatrie Viersen-Süchteln untergebracht. Dies
belegt auch ein aktuellen Gutachten von Dr. Wahner, 52062 Aachen,
Suermondtplatz 7 vom3.11.05. siehe Anlage 3.
Ich
bestätige hiermit die Richtigkeit meiner Angaben.
Aachen,
den 16.11.2005,
Hermine
Schneider